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Geschrieben von Redakteur auf 24. April 2020
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Corona Virus: Wertentwicklung von Immobilien auf Teneriffa

Es gibt viele Immobilieneigentümer auf Teneriffa, die Angst vor den wirtschaftlichen Konsequenzen der Corona Pandemie haben. Die Gefahr für Leib und Leben scheint auf Teneriffa weitestgehend gebannt, aber vielen tausend Menschen droht nun der wirtschaftliche Ruin aufgrund des „lockdown“. Die erwartete Arbeitslosigkeit liegt bei rund 50%. Wie entwickelt sich der Wert der Immobilie auf Teneriffa? Wird aus dem Altersruhesitz eine wirtschaftliche Falle? Wie entwickelt sich der Wert einer Finca, eines Apartments oder Villa auf Teneriffa?

Das Corona Virus – COVID-19

Das Corona Virus trat erstmals Ende 2019 in China auf und breitete sich Dank der Globalisierung in Hochgeschwindigkeit über die ganze Welt aus. Bereits 3 Monate später gibt es nur noch wenige Regionen – meist Inseln – die von dem Virus verschont blieben. Die Gefährlichkeit ist noch nicht im letzten Detail erforscht, aber trotzdem reagieren die Regierungen der Welt fast einheitlich mit einem „lockdown“ – die Bewegungsfreiheit der Menschen wird eingeschränkt, die Wirtschaft heruntergefahren. Welche Konsequenzen hat dies für die Weltwirtschaft, welche Konsequenzen für die Wirtschaft auf Teneriffa, welche Konsequenzen für Immobilen auf Teneriffa?

Die Normalität von Wirtschaftszyklen

Grundsätzlich sind Ausblicke in die Zukunft immer problembehaftet, aber dennoch möglich. Der „lockdown“ nahezu aller Länder der gesamten Welt verschlingt unvorstellbare Mengen an Geld, die Zahlen sind so hoch, dass man sich erst einmal die Anzahl der Nullen hinter der eigentlichen Zahl überlegen muss. Ohne Zweifel wird dieses gewaltige Auswirkungen auf die Weltwirtschaft haben. Die EU, Deutschland, Spanien, die Kanaren, Teneriffa, die Wirtschaft und natürlich auch die Immobilien auf Teneriffa sind davon nicht ausgenommen.

Wenn man einen Blick in die Zukunft werfen möchte, geht dies nicht ohne wirtschaftliche Zusammenhänge zu kennen und auch das Ohr dicht am Puls der aktuellen Informationen hiflt weiter.

Die Wirtschaft bewegt sich grundsätzlich in großen und auch kleinen Zyklen. Bei den großen Zyklen spricht man auch gerne von den Kondratiev Wellen, welche die Entwicklung aufgrund von technischen Innovationen beschreiben.  Z.B. die Entwicklung der Dampfmaschine, welche das Industriezeitalter eingeläutet hat. Die aktuelle Kondratiev Welle wird von Nonotechnologie, Künstlicher Intelligenz (KI) und Digitalisierung getragen. Diese Technologien lassen einerseits Wirtschaftszweige verschwinden, andere werden dafür neu ins Leben gerufen. Davon sind hauptsächlich Schwerpunktregionen betroffen, in denen sich besonders viele Produktionsstätten eines bestimmten Industriezweiges befinden. Weniger oder erst in zweiter Linie betroffen von diesen Zyklen sind Regionen, deren Schwerpunkt auf ganz anderen Wirtschaftszweige liegt. Als Beispiel die Kanaren, deren Schwerpunkt auf dem Tourismus liegt. In erster Linie sind sie von KI, Nonotechnologie etc. weniger betroffen, außer es würden sich Produktionsstätten hier ansiedeln. In zweiter Linie profitieren sie jedoch vom Konsumverhalten der Nutznießer der KI.

Dann gibt es kleinere Zyklen, welche die Wirtschaft immer wieder wieder erlebt, die weniger von technischen Entwicklungen abhängen. Es sind normale Wirtschaftszyklen die von Konjunktur und Geldpolitik von Ländern abhängen, die jedoch aufgrund der Globalisierung ganze Kontinente beeinflussen. Eine solche letzte Krise fand 2007/2008 statt, die auf einen wirtschaftlichen Höhenflug folgte. Danach folgte wieder ein wirtschaftlicher Aufschwung der den Dax – Index in 2019 auf noch nie dagewesene Rekordhöhen trieb. Bedeutende Wirtschaftswissenschaftler rechneten aber schon ab Mitte 2018 mit einer Wirtschaftsblase, die bei dem kleinsten Auslöser die Wirtschaft wieder in eine tiefe Krise stürzen würde. Dieser Prozess ist mehr oder weniger normal, dass nach einer Krise ein Aufschwung erfolgt. Beängstigend an dieser Stelle ist nur, dass die Ausschläge dieser Krisen immer heftiger werden. Ursächlich werden hier oft finanztechnische Hebelprodukte und der Leverageeffekt genannt.

 

 

Bild: Park vorübergehend geschlossen wegen COVID-19

Wertentwicklung von Immobilien auf  Teneriffa in der Corona-Krise

Die Corona-Krise wird auch bei Immobilien auf Teneriffa Spuren hinterlassen. Gute Lagen werden weniger betroffen sein, als 3b Lagen. Erwerbsfincas werden im Preis ähnlich stabil bleiben wie Immobilien in guten Lagen.

Diesmal gibt es einen Unterschied

Die aktuelle Krise ist jedoch anders zu betrachten. Der wirtschaftliche Effekt der Corona Krise ist im Unterschied zu den vorangegangenen Krisen, die meist geldpolitisch verursacht wurden, bewusst herbeigeführt und in Kauf genommen, um Menschenleben zu retten. Dieser Prozess fällt genau zusammen mit einem längst überfälligen Blaseneffekt des normalen Wirtschaftszyklus.

Grundsätzlich vorweg: Es steht vollkommen außer Frage, dass auch nach diesem Crash – ob normal oder bewusst in Kauf genommen – die Wirtschaft wieder anziehen wird. Und jetzt kommt der Blick in die Vergangenheit – die Wirtschaft wird wiederum in höhere Dimensionen aufsteigen als je zuvor.

Betrachten wir den DAX als Indikator der Wertentwicklung deutscher Großfirmen. Der DAX erreichte Anfang 2020 die unvorstellbare Höhe von etwa 13.600 Punkten. Mit Bekanntwerden der Ausmaße der Krise sank er innerhalb weniger Tage auf bis zu 8.600 Punkten. Eine Dimension die an den schlimmsten Börsentag in der Geschichte erinnert, den sogenannten schwarzen Freitag 1929. Obwohl sich die Wirtschaft immer noch im freien Fall befindet, zeigt der DAX bereits wieder rund 10.500 Punkte. Ein Zeichen dafür, dass Anleger mit einer zügigen Erholung rechnen.

Corona-Krise: Wertentwicklung der Immobilien auf Teneriffa

Teneriffa ist als Urlaubsparadies mit einem touristischen Anteil von rund 90 % an der Gesamtwirtschaft überproportional von Reisebeschränkungen, Social Distancing etc. betroffen. Eine erwartete Arbeitslosigkeit von rund 50% ist ein Horrorszenario. Konsequenzen von Immobilienverkäufen oder auch Notverkäufen seitens der spanischen Eigentümer, aber auch anderer Nationalitäten, die in ihren Heimatländern wirtschaftliche Einbussen erleiden, sind zu erwarten.

Wie beim Aktienhandel auch gibt es „starke“ Hände, wie auch „zittrige“ Hände. Die zittrigen Hände reagieren oft panisch, weil sie eine Kapitalunterdeckung haben, teilweise auf Pump spekulieren oder ihre Immobilie mit kurzfristigen Krediten finanzierten. Hier sind Panikverkäufe zu erwarten, die das Preisniveau drücken.

Immobilien entwickeln sich gegenüber von Aktienwerten sehr viel träger, sind aber ebenso von Angebot und Nachfrage abhängig.

Das Angebot wird steigen, aber was macht die Nachfrage?

Die „starken“ Hände agieren langfristig, verfügen über Eigenkapital, finanzieren Immobilien ggf. über sehr langfristige Kredite und können einem Preisverfall beruhigt zusehen. Sie wissen, dass die Preise auch wieder steigen werden und dies in höhere Regionen als vor dem Preisverfall. Sie kaufen sogar in dem Wissen zu, dass zwar eine kurzfristige zyklische Wellenbewegung die Preise drückt, aber mittel- oder langfristige Effekte die Preise wieder ansteigen lassen.

Mittel- oder langfristige Effekte sind neben den Kondratiev Faktoren z.B. Klimaschutz mit hohen Investitionen in die Wirtschaft. Auch steigt die Weltbevölkerung rapide, was ebenso für grundsätzlich steigende Immobilienpreise spricht.

Wie weit werden Immobilienpreise fallen?

Wie weit die Preise fallen werden, hängt von der Anzahl der „zittrigen“ Hände ab. Grundsätzlich gehört die Mehrheit der Immobilien den Spaniern und dieses seit Jahrzehnten. Oft von Generation zu Generation vererbt. Diese Immobilien sind meist schuldenfrei und werden allenfalls verkauft werden, um den momentanen Lebensunterhalt zu sichern. Da diese Verkäufer jedoch dafür in Mietwohnungen wechseln müssten, wird sich der Effekt aufheben.

Problematischer werden die Immobilien in ausländischer Hand sein und diese werden kurzfristig den Markt negativ beeinflussen. Diesem Angebot steht eine solide Nachfrage von Kaufinteressenten gegenüber, die auf fallende Preise setzen. Der Effekt fallender Preise wird damit also nur kurzfristig stattfinden und wird sich voraussichtlich bei 15-20% bewegen.

Zu berücksichtigen ist, dass bei Immobilien die Lage, die Lage und nochmals die Lage entscheidend ist. Immobilien in guten Lagen werden deutlich weniger von fallenden Preisen betroffen sein, als Immobilien in weniger gefragten Lagen.

 

 

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